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Hexensabbat Börse: So nutzt du Verfallstage für dein Trading

Viermal im Jahr gerät die Börsenwelt für kurze Zeit aus dem Takt. Das Handelsvolumen schnellt nach oben, die Kurse bewegen sich abrupt hin und her und die Finanzmedien sind voll mit einem Begriff, der klingt wie ein Überbleibsel aus dem Mittelalter: der Hexensabbat steht an.


Gemeint ist damit ein Verfallstag, an dem mehrere Klassen von Derivaten gleichzeitig auslaufen und Marktteilnehmer somit gezwungen sind, ihre Positionen zu schließen oder anzupassen. Das erhöht das Handelsvolumen und kann temporär zu stärkeren Kursschwankungen führen.


Jedoch ranken sich rund um diesen Termin auch zahlreiche Mythen, die sich noch immer hartnäckig halten. So seien fallende Kurse ebenso vorprogrammiert wie ein allgemein unberechenbarer Markt. Privatanleger sollten daher, so die verbreitete Meinung, am Hexensabbat ganz besonders aufmerksam sein. 


Was davon stimmt und was nicht – das erfährst du jetzt. 

 

 

Hexensabbat Börse – Das Wichtigste in Kürze:

💡 Als Hexensabbat werden die großen Verfallstage bezeichnet, an denen Optionen und Futures auf Aktien und Indizes gleichzeitig auslaufen.


💡 Die Termine fallen regelmäßig auf den dritten Freitag der Monate März, Juni, September und Dezember.


💡 Durch das Auslaufen zahlreicher Derivate steigt das Handelsvolumen meist spürbar an, da Marktteilnehmer Positionen schließen, absichern oder in spätere Laufzeiten übertragen.


💡 Rund um den Hexensabbat kann es zu erhöhter Volatilität und kurzfristig stärkeren Kursschwankungen kommen, was insbesondere für aktive Trader relevant ist.


💡 Entgegen eines verbreiteten Börsenmythos führen Verfallstage nicht automatisch zu fallenden Kursen. Sowohl steigende als auch sinkende Marktbewegungen sind möglich.

Viermal im Jahr gerät die Börsenwelt für kurze Zeit aus dem Takt. Das Handelsvolumen schnellt nach oben, die Kurse bewegen sich abrupt hin und her und die Finanzmedien sind voll mit einem Begriff, der klingt wie ein Überbleibsel aus dem Mittelalter: der Hexensabbat steht an.


Gemeint ist damit ein Verfallstag, an dem mehrere Klassen von Derivaten gleichzeitig auslaufen und Marktteilnehmer somit gezwungen sind, ihre Positionen zu schließen oder anzupassen. Das erhöht das Handelsvolumen und kann temporär zu stärkeren Kursschwankungen führen.


Jedoch ranken sich rund um diesen Termin auch zahlreiche Mythen, die sich noch immer hartnäckig halten. So seien fallende Kurse ebenso vorprogrammiert wie ein allgemein unberechenbarer Markt. Privatanleger sollten daher, so die verbreitete Meinung, am Hexensabbat ganz besonders aufmerksam sein. 


Was davon stimmt und was nicht – das erfährst du jetzt. 

 

 

Hexensabbat Börse – Das Wichtigste in Kürze:

💡 Als Hexensabbat werden die großen Verfallstage bezeichnet, an denen Optionen und Futures auf Aktien und Indizes gleichzeitig auslaufen.


💡 Die Termine fallen regelmäßig auf den dritten Freitag der Monate März, Juni, September und Dezember.


💡 Durch das Auslaufen zahlreicher Derivate steigt das Handelsvolumen meist spürbar an, da Marktteilnehmer Positionen schließen, absichern oder in spätere Laufzeiten übertragen.


💡 Rund um den Hexensabbat kann es zu erhöhter Volatilität und kurzfristig stärkeren Kursschwankungen kommen, was insbesondere für aktive Trader relevant ist.


💡 Entgegen eines verbreiteten Börsenmythos führen Verfallstage nicht automatisch zu fallenden Kursen. Sowohl steigende als auch sinkende Marktbewegungen sind möglich.

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Was ist der Hexensabbat an der Börse – und warum ist er für Trader relevant?

Viele Wörter aus der Welt der Börse klingen langweiliger, als sie sind. Beim Hexensabbat ist es gewissermaßen umgekehrt. Der Name ist schillernder als das Phänomen dahinter, das sich bei näherer Betrachtung sachlich erklären lässt. 

Was genau dahintersteckt, welche Derivate dabei eine Rolle spielen und warum aktive Trader diesen Termin im Blick behalten, verraten die folgenden Abschnitte.

Was bedeutet der Begriff „Hexensabbat“ an der Börse?

„Hexensabbat" ist ein umgangssprachlicher Begriff, der sich im deutschsprachigen Raum für den großen quartalsweisen Verfallstag an den Terminbörsen etabliert hat. International ist er als Triple Witching bekannt – wörtlich etwa „dreifaches Hexenwerk" – eine Anspielung auf das gleichzeitige Auslaufen dreier Derivateklassen, das den Markt kurzzeitig durcheinanderbringen kann. 

Entstanden ist die Bezeichnung in den USA der 1980er-Jahre, als die Derivatemärkte rasant wuchsen und Marktteilnehmer begannen, die turbulenten Verfallstage mit einem eingängigen Begriff zu belegen. Das Wort fand seinen Weg ins Deutsche und blieb, wohl auch deshalb, weil es die Stimmung an solchen Tagen treffend einfängt: unruhig, schwer vorhersehbar, bisweilen chaotisch.

Welche Derivate laufen am Hexensabbat aus?

Hervorgerufen wird der Hexensabbat durch das simultane Auslaufen dreier Derivateklassen. Konkret sind das die Optionen auf Einzelaktien, Optionen auf Aktienindizes sowie Futures auf Aktienindizes. Anleger, die eine dieser Positionen halten, müssen am Verfallstag tätig werden, indem sie die Kontrakte entweder auslaufen lassen, sie glattstellen oder alternativ in einen späteren Termin rollen.

Zwar sind auch Privatanleger von dieser Notwendigkeit betroffen, spannend wird es aber vor allem bei den institutionellen Marktteilnehmern wie Hedgefonds, Investmentbanken und Asset Managern, da diese meist über mehrere Tausend solcher Kontrakte gleichzeitig verfügen. Ihr gebündelter Handlungsdruck schlägt sich direkt im Orderbuch nieder.

Weniger offensichtlich, aber nicht weniger bedeutsam ist die folgende Dynamik: Market Maker, die Optionen verkauft haben, sichern ihre Positionen laufend durch Käufe oder Verkäufe im zugrundeliegenden Basiswert ab. Dieser Vorgang ist unter Fachleuten als Delta-Hedging bekannt. 

Nähert sich der Verfallstag, müssen diese Absicherungen sukzessive aufgelöst werden. Auch das erzeugt Orderfluss, der unabhängig von jeder fundamentalen Nachricht auf den Markt trifft.

Warum interessieren sich Trader für den Hexensabbat?

Hier liegt die Antwort bereits auf der Hand: Wo ungewöhnlich viel gehandelt wird, bewegen sich auch die Kurse stärker und schneller als sonst. Am Hexensabbat treffen massive, strukturell bedingte Orderströme auf den Markt, weil Kontrakte auslaufen. 

Für einen Trader, der diese Dynamik kennt, bietet das verschiedene Möglichkeiten: So kann er die erhöhte Volatilität bewusst einkalkulieren, Kursbewegungen besser einordnen und gezielt auf Situationen reagieren, die unvorbereiteten Marktteilnehmern unverständlich erscheinen.

Andererseits bedeutet eine höhere Aktivität nicht automatisch auch höhere Gewinne. Verfallstage sind Phasen, in denen das Marktgeschehen von strukturellen Zwängen geprägt wird, statt von klaren Trends. Wer das versteht, ist prinzipiell besser positioniert als jemand, der den Hexensabbat entweder ignoriert oder mit überzogenen Erwartungen angeht. 

Ohnehin ist der Verfallstag für Optionshändler ein wichtiges Datum im Kalender, weil er darüber entscheidet, ob Positionen wertlos verfallen, ausgeübt werden oder rechtzeitig gerollt wurden.


Wann ist der Hexensabbat 2026 und welche Märkte stehen im Fokus?

Datum und Muster des Hexensabbats stehen lange im Voraus fest. Kennst du die entsprechenden Termine, kannst du dich rechtzeitig vorbereiten und musst nicht im Nachhinein darüber rätseln, warum der Markt an einem bestimmten Freitag aus dem Rhythmus geraten ist.

Welche Märkte stehen am Hexensabbat besonders im Fokus?

Gewöhnlicherweise ist das Scheinwerferlicht auf die großen Aktienindizes gerichtet. In Europa sind das vor allem der DAX und der EURO STOXX 50, in den USA dagegen der S&P 500, der Nasdaq 100 und der Dow Jones Industrial Average. Auf diese Indizes entfällt der Löwenanteil des weltweiten Derivatevolumens, weshalb der Effekt des Verfallstags hier entsprechend stark spürbar ist. 

Daneben rücken auch liquide Einzelaktien mit hohem Open Interest in den Mittelpunkt, also Titel, auf die besonders viele Optionskontrakte offen sind. Typischerweise handelt es sich dabei um die schwergewichtigsten Indexmitglieder wie Apple, Nvidia oder SAP.

Hexensabbat Börse 2026: Alle wichtigen Termine im Überblick

Immer am dritten Freitag im März, Juni, September und Dezember findet der sogenannte große Hexensabbat statt. Dieses Muster wiederholt sich Jahr für Jahr. Für 2026 heißt das:

Quartal

Datum

Q1

20. März 2026

Q2

19. Juni 2026

Q3

18. September 2026

Q4

18. Dezember 2026

 

Außerdem gibt es den kleinen Hexensabbat, der jeweils auf den dritten Freitag eines jeden Monats datiert ist. Seine Auswirkungen auf den Markt sind in der Regel aber geringer, was sich damit begründen lässt, dass es nicht zum simultanen Auslaufen dreier großer Derivateklassen kommt. 

Warum sollten Trader die Termine kennen?

Verfallstage sind für aktive Trader aus einem einfachen Grund relevant: Sie sind planbar. Anders als überraschende Nachrichten oder geopolitische Ereignisse stehen die Termine des Hexensabbats schon Monate vor ihrem letztendlichen Eintreten fest. 

Von besonderer Bedeutung ist das im Optionshandel. Auslaufende Kontrakte erfordern frühzeitige Entscheidungen, die wiederum Positionsanpassungen nach sich ziehen und damit Kursbewegungen im Basiswert auslösen können. Ein solcher Dominoeffekt lässt sich antizipieren, wenn man weiß, wann er einsetzt.

Übrigens kannst du die Verfallstage, aber auch andere potenziell marktbewegende Termine wie Notenbanksitzungen oder die Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten sowie Unternehmensberichten im Wirtschaftskalender von XTB verfolgen. Dieser ist direkt in der Trading Plattform von XTB integriert. 

Auf diese Weise lassen sich Marktphasen erhöhter Aktivität frühzeitig identifizieren, sodass du wiederum dein Trading darauf ausrichten kannst.


Warum entstehen am Hexensabbat oft starke Kursbewegungen?

Auf einige Anleger mag der Hexensabbat widersprüchlich wirken. Obwohl die Unternehmen keine Geschäftszahlen veröffentlicht haben und sich auch die Wirtschaftslage nicht grundlegend verändert hat, bewegen sich einzelne Aktien oder Indizes innerhalb kurzer Zeit ungewöhnlich stark. 

Der Grund dafür ist darin zu sehen, dass an Verfallstagen nicht primär neue Informationen verarbeitet werden, sondern es zu einer Umordnung bestehender Positionen kommt. Die daraus resultierenden Bewegungen sind stärker von technischen Faktoren als von fundamentalen Entwicklungen geprägt. 

Warum steigt das Handelsvolumen am Hexensabbat häufig an?

Zahlreiche Optionen und Futures laufen an den großen Verfallstagen gleichzeitig aus. Inhaber dieser Kontrakte stehen dann vor der Frage, was mit den Positionen geschehen soll. 

Manche werden sich dazu entschließen, sie verfallen zu lassen, andere wiederum schließen sie vorzeitig oder übertragen ihr Engagement auf spätere Laufzeiten. Eine aktive Anpassung ist vor allem für institutionelle Investoren vonnöten, die Derivate zur Absicherung oder Steuerung großer Portfolios einsetzen.

Allerdings betreffen die Anpassungen nicht nur die Derivate selbst. Gehandelt werden gewöhnlicherweise auch die zugrundeliegenden Aktien und Indizes. So kann zum Beispiel ein Fondsmanager, der eine Optionsposition absichert, zum Kauf oder Verkauf zusätzlicher Aktien gezwungen sein. Die entstehenden Handelsströme reichen dadurch weit über den eigentlichen Terminmarkt hinaus. 

Gut beobachtbar ist dieser Effekt in den letzten Stunden vor dem Verfall. Viele Marktteilnehmer warten möglichst lange ab, um ihre Entscheidungen auf Basis der aktuellen Marktlage treffen zu können. Das führt schließlich dazu, dass sich ein erheblicher Teil des Handelsvolumens auf einen vergleichsweise kurzen Zeitraum konzentriert. 

An Börsen wie der Eurex oder den großen US-Terminbörsen gehören Verfallstage deshalb regelmäßig zu den umsatzstärksten Tagen des Quartals.

Weshalb kommt es oft zu stärkeren Kursschwankungen?

Mehr Handelsvolumen bedeutet nicht automatisch eine höhere Volatilität. Wie die Marktteilnehmer positioniert sind und welche Kursniveaus für sie relevant werden, ist ebenso entscheidend.

Zur Erklärung beitragen kann diesbezüglich etwa die Betrachtung sogenannter Open Interest Schwerpunkte. Damit sind Kursbereiche gemeint, an denen besonders viele Optionen offen sind. Nähert sich ein Markt solchen Marken, reagieren Händler häufig mit zusätzlichen Absicherungsmaßnahmen, sodass weiterer Kauf- oder Verkaufsdruck entsteht, der bestehende Bewegungen intensivieren kann.

Erwähnung finden muss außerdem die Rolle der Market Maker, die laufend Kauf- und Verkaufskurse für Optionen bereitstellen und ihre Risiken durch Transaktionen im zugrunde liegenden Markt absichern. Verändert sich der Kurs einer Aktie oder eines Index stark, müssen diese Absicherungen teilweise in kurzer Zeit angepasst werden. Auch solche Anpassungen können eine zusätzliche Dynamik erzeugen und somit die Schwankungen weiter verstärken.

Bei den Bewegungen rund um den Hexensabbat handelt es sich also oftmals um temporäre Verzerrungen, die ein Ergebnis der Struktur des Terminmarktes sind. Professionelle Trader legen deshalb Wert darauf, neben dem Kursverlauf immer auch das Handelsvolumen und wichtige Verfallspreise im Blick zu behalten. Nur eine solche Kombination von Informationen garantiert ihnen die Basis, um das Marktgeschehen sauber einordnen zu können.


So nutzen Trader den Hexensabbat für Marktanalyse und Trading

Da sich während des Hexensabbats die Aktivität an den Märkten in der Regel erhöht, liefern diese Handelstage auch zusätzliche Einsichten in das Verhalten verschiedener Akteure. Mit den richtigen Kennzahlen an der Hand lassen sich aus einigen Marktbewegungen sogar hilfreiche Rückschlüsse ziehen.

Welche Signale liefern Volumen und Volatilität?

Mit dem Handelsvolumen und der Volatilität stehen zwei Aspekte rund um den Hexensabbat besonders im Fokus; beide geben Hinweise darauf, wie intensiv ein Markt gerade gehandelt wird und wie stark die Meinungen der Marktteilnehmer auseinandergehen.

Zieht das Handelsvolumen an, spricht das zunächst für eine erhöhte Aktivität. Dahinter können sich unter anderem Positionsanpassungen institutioneller Investoren, aber auch Absicherungsgeschäfte oder schlicht neue Marktpositionierungen verbergen. Aus Sicht der Trader ist dies interessant, weil starke Bewegungen, die von hohem Volumen begleitet werden, regelmäßig eine größere Aussagekraft besitzen als Kursausschläge bei nur geringem Handelsaufkommen.

Aufmerksamkeit sollten die Trader ferner der Volatilität widmen. So sind beispielsweise größere Kursschwankungen nicht selten ein Hinweis dafür, dass wichtige Preisbereiche umkämpft sind oder sich Marktteilnehmer auf neue Erwartungen einstellen. Es macht auch Sinn, zu beobachten, ob Bewegungen rund um den Verfallstag an Dynamik gewinnen oder rasch wieder abverkauft werden. Derartige Muster bieten mitunter wertvolle Hinweise auf die aktuelle Marktstimmung.

Welche Tools helfen bei der Analyse des Hexensabbats?

Grundlage einer jeden Analyse ist der klare Überblick über die bevorstehenden Verfallstermine. Das erklärt auch, warum Wirtschaftskalender für viele Trader zu den unverzichtbaren Instrumenten gehören. Sie unterstützen dabei, die erwartbare erhöhte Marktaktivität frühzeitig einzuplanen und mögliche Einflussfaktoren auf die Kursentwicklung zu berücksichtigen.

Zum Einsatz kommen häufig außerdem Volumenindikatoren, Chartanalysen sowie Unterstützungs- und Widerstandszonen. Gerade an Verfallstagen richten zahlreiche Marktteilnehmer ihren Blick auf Preisbereiche, an denen zuvor besonders intensiv gehandelt wurde. Kursalarme sind dann ein weiteres Mittel, um relevante Bewegungen nicht zu verpassen.

Moderne Handelsplattformen wie die von XTB bündeln diese Funktionen an einem zentralen Ort. Ob Chart-Tools, Zeichenwerkzeuge, Marktübersichten oder individuell konfigurierbare Benachrichtigungen – sie alle erleichtern es, Marktbewegungen rund um den Hexensabbat strukturiert zu beobachten und entsprechend zu reagieren.

Wie nutzen Trader Optionen rund um den Hexensabbat?

Verfallstage zählen für Optionshändler üblicherweise zu den wichtigsten Terminen des gesamten Jahres. Schließlich entscheidet sich hier, ob offene Kontrakte ausgeübt werden, wertlos verfallen oder noch vor dem Laufzeitende geschlossen werden. Entsprechend groß ist die Aufmerksamkeit, die viele professionelle Marktakteure diesen Tagen widmen.

Optionen spielen derweil auch eine bedeutende Rolle bei der Absicherung von Aktienportfolios. Läuft eine Absicherungsposition aus, muss der Trader neu entscheiden, ob und wie er den bestehenden Schutz aufrechterhalten möchte. Diese Entscheidungen können zu zusätzlicher Handelsaktivität führen und damit zumindest indirekt auch die Kursentwicklung beeinflussen.

Übrigens – inzwischen bietet dir XTB die Möglichkeit, mit Optionen zu handeln und damit verschiedene Strategien rund um die Verfallstage umzusetzen. 

Weitere Instrumente, die Trader nutzen können

Welche Instrumente zum Einsatz kommen, ist letztlich von der angewandten Strategie abhängig. Beispielsweise konzentrieren sich langfristig orientierte Anleger eher auf Aktien und ETFs, um von übergeordneten Markttrends zu profitieren. Aufgrund der häufig erhöhten Volatilität rund um den Hexensabbat bieten sich für Trader aber ebenso CFDs an, mit deren Hilfe sie kurzfristig auf Marktbewegungen reagieren können.

Über XTB hast du beispielsweise Zugriff auf diverse weitere Assets, darunter Indizes, Rohstoffe und Devisen (Forex). In der folgenden Abbildung siehst du eine kurze Zusammenfassung der aktuell handelbaren Instrumente bei XTB:

Hexensabbat Börse: XTB Instrumente

Dank der Bündelung der verschiedenen Anlageklassen auf einer zentralen Plattform lassen sich die jeweiligen Marktphasen flexibel analysieren und optimal im Blick behalten. Besonders während des Hexensabbats ist dieser breite Zugang hilfreich, da die erhöhte Aktivität im Normalfall nicht nur einzelne Aktien, sondern auch Indizes, ETFs und einige andere Finanzinstrumente betrifft.


Welche Chancen und Risiken ergeben sich für Trader am Hexensabbat?

Allgemein zählt der Hexensabbat zu den Terminen, den viele Marktteilnehmer besonders aufmerksam verfolgen. Durch den gleichzeitigen Verfall zahlreicher Optionen und Futures steigt die Aktivität an den Börsen meist spürbar an. 

Daraus können sich sowohl interessante Handelschancen als auch zusätzliche Risiken ergeben. Daher ist es unerlässlich, die Spezifika solcher Handelstage richtig einzuordnen und mögliche Marktbewegungen nicht vorschnell zu interpretieren.

Welche Chancen können sich am Hexensabbat ergeben?

Ein wesentlicher Effekt des Hexensabbats ist die oftmals erhöhte Liquidität, die sich in vielen Märkten beobachten lässt. Da institutionelle Anleger, Fonds und professionelle Trader auslaufende Positionen schließen, absichern oder in spätere Laufzeiten übertragen, nimmt das Handelsvolumen normalerweise deutlich zu. 

Für die Marktteilnehmer resultiert hierdurch sogar ein Vorteil, weil die Kauf- und Verkaufsaufträge dann in der Regel leichter ausgeführt werden können. 

Rund um die Verfallstage kommt es zudem nicht selten zu größeren Kursbewegungen. Auch diese können für aktive Trader von Relevanz sein, sofern sich durch sie auf kurze Sicht neue Marktchancen herauskristallisieren. Schließlich gewinnt in solchen Situationen die Analyse der Handelsvolumina, von Unterstützungs- und Widerstandszonen oder von auffälligen Kursreaktionen an Bedeutung. 

Unterschätze jedoch nicht, wie wichtig trotz allem eine realistische Erwartungshaltung bleibt. Der Hexensabbat stellt nämlich keineswegs eine Garantie für profitable Trades dar. Er erhöht lediglich die Wahrscheinlichkeit, dass die Märkte dynamischer reagieren als an gewöhnlichen Handelstagen. 

Ob daraus aber tatsächlich nutzbare Chancen entstehen, hängt stets von der jeweiligen Marktsituation ab.

Welche Risiken sollten Anleger und Trader kennen?

Wo größere Chancen entstehen, nehmen typischerweise auch die Risiken zu. Gerade die erhöhte Volatilität kann darin resultieren, dass Kurse innerhalb kurzer Zeit starke Ausschläge in beide Richtungen zeigen. Bewegungen, die auf den ersten Blick wie ein neuer Trend wirken, kehren sich dann wenige Minuten später bereits wieder um.

Doch auch in sogenannten Fehlsignalen liegt ein ernstzunehmendes Risiko. Aufgrund der hohen Marktaktivität rund um den Verfallstag entstehen gelegentlich Kursbewegungen, die weniger auf fundamentale Entwicklungen als auf technische Positionsanpassungen der großen Marktteilnehmer zurückzuführen sind. 

Interpretierst du solche Bewegungen falsch, läufst du Gefahr, auf kurzfristige Marktgeräusche und nicht, wie es besser wäre, auf nachhaltige Trends zu reagieren.

Umso entscheidender wird ein konsequent angewandtes Risikomanagement. Zahlreiche Trader arbeiten deshalb mit Stop-Loss-Orders, klar definierten Positionsgrößen und festen Handelsregeln. 

Moderne Trading Plattformen wie die von XTB unterstützen zudem mit Kursalarmen, Analysewerkzeugen und Risikomanagement-Funktionen, die helfen können, Marktbewegungen besser zu überwachen und Risiken kontrollierter zu steuern.

Fallen die Kurse am Hexensabbat wirklich?

Seit vielen Jahren nun hält sich hartnäckig die Vorstellung, dass die Kurse am und um den Hexensabbat grundsätzlich fallen. In Wahrheit lässt sich eine solche Regel jedoch nicht belegen. 

Das liegt schlichtweg daran, dass die Kursentwicklung von zu vielen verschiedenen Faktoren abhängt, darunter etwa der Positionierung der Marktteilnehmer, der allgemeinen Marktstimmung sowie dem aktuellen wirtschaftlichen und politischen Status Quo.

In manchen Fällen können Aktienindizes oder Einzelwerte am Hexensabbat zwar merklich nachgeben. Genauso häufig sind jedoch steigende Kurse oder weitgehend ruhige Marktverläufe zu attestieren. Der Verfallstag selbst bestimmt also nicht die Richtung des Marktes, sondern beeinflusst vor allem dessen Dynamik.

Anleger und Trader sind daher besser damit beraten, den Verfallstag als potenziellen Volatilitätsfaktor zu betrachten und nicht als zuverlässigen Indikator für steigende oder fallende Kurse. 

Das Verständnis für diesen Unterschied macht es möglich, die Marktbewegungen sachlicher einzuordnen und zu vermeiden, dass sich Handelsentscheidungen auf weit verbreitete, aber ungerechtfertigte Börsenmythen stützen.

 

 

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FAQ

Als Hexensabbat wird ein Verfallstag bezeichnet, an dem mehrere Arten von Terminkontrakten gleichzeitig auslaufen. Dazu zählen vor allem Optionen und Futures auf Aktien sowie Aktienindizes. Die erhöhte Handelsaktivität rund um diese Termine kann zu stärkeren Kursschwankungen führen.

Der Hexensabbat findet regelmäßig am dritten Freitag der Monate März, Juni, September und Dezember statt. Da diese Termine fest im Börsenkalender verankert sind, können Anleger und Trader sie lange im Voraus einplanen.

Im Jahr 2026 fallen die vier großen Verfallstage auf den 20. März, 19. Juni, 18. September und 18. Dezember (jeweils ein Freitag). An diesen Tagen laufen zahlreiche Optionen und Futures parallel aus, weshalb auch die Marktaktivität häufig ansteigt.

Gemeint ist mit diesem Begriff das gleichzeitige Auslaufen wichtiger Derivatekontrakte. Die Bezeichnung stammt aus der Vorstellung eines besonders turbulenten Börsentages, an dem viele Marktkräfte zum selben Zeitpunkt aufeinandertreffen und für erhöhte Dynamik sorgen können.

Kurz vor dem Verfall passen institutionelle Investoren und andere Marktteilnehmer ihre Positionen normalerweise an. Dadurch entstehen zusätzliche Kauf- und Verkaufsaufträge, die die Kursbewegungen verstärken können. Ob die Kurse daraufhin steigen oder fallen, hängt jedoch von der jeweiligen Marktsituation ab.

Nein. Die Annahme, dass Verfallstage grundsätzlich zu Kursverlusten führen, gilt als Börsenmythos. Vielmehr können die Märkte am Hexensabbat steigen, genauso gut aber fallen oder sich kaum bewegen. Eine feste Regel für die Kursrichtung existiert nicht.

Überdurchschnittlich stark betroffen sind in der Regel große Aktienindizes und liquide Einzelaktien, auf die viele Optionen und Futures gehandelt werden. Dazu gehören beispielsweise wichtige europäische und amerikanische Aktienmärkte.

Jeder Hexensabbat ist ein Verfallstag, aber umgekehrt ist nicht jeder Verfallstag automatisch auch ein Hexensabbat. Der Begriff Hexensabbat wird meistens verwendet, wenn mehrere bedeutende Optionen und Futures gleichzeitig auslaufen und dadurch eine besonders hohe Marktaktivität erwartet wird.

Auch langfristig orientierte Anleger sollten über die Termine informiert sind, da rund um den Verfallstag kurzfristig stärkere Kursschwankungen auftreten können. Für die langfristige Entwicklung eines Investments sind einzelne Hexensabbate jedoch meist von untergeordneter Bedeutung.

Trader achten auf den Hexensabbat, weil erhöhte Volatilität und Handelsvolumen zusätzliche Marktbewegungen erzeugen können. Andererseits steigt die Gefahr von Fehlsignalen. Wer diese Besonderheiten kennt, kann Kursentwicklungen besser einordnen und sein Risikomanagement entsprechend anpassen.

Jeremy Krings

Junior Marktanalyst bei XTB

Jeremy Krings ist Marktanalyst bei XTB und seit über sechs Jahren privat aktiv an den internationalen Finanzmärkten. Sein besonderer Fokus liegt auf Kryptowährungen sowie auf globalen Aktienindizes und Einzeltiteln.
In seinen Marktanalysen kombiniert er klassische Charttechnik mit Marktpsychologie und der Auswertung von Stimmungsindikatoren. Sein Ziel ist es, komplexe Marktbewegungen verständlich aufzubereiten und Tradern klare, praxisnahe Orientierung zu geben. Dabei legt er besonderen Wert auf strukturierte Analysen und nachvollziehbare Handelsansätze.

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Der Autor kann in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten investiert sein.

Die Autoren der Veröffentlichungen verfassen jene Informationen auf eigenes Risiko. Analysen und Einschätzungen werden nicht in Bezug auf spezifische Anlageziele und Bedürfnisse bestimmter Personen verfasst. Veröffentlichungen von XTB, die bestimmte Situationen an den Finanzmärkten kommentieren sowie allgemeine Aussagen von Mitarbeitern von XTB hinsichtlich der Finanzmärkte, stellen keine Beratung des Kunden durch XTB dar und können auch nicht als solche ausgelegt werden. XTB haftet nicht für Verluste, die direkt oder indirekt durch getroffene Handlungsentscheidungen in Bezug auf die Inhalte der Veröffentlichungen entstanden sind.
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