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Was sind Optionen an der Börse? Call und Put einfach erklärt

Eine Aktie kaufst du, und danach gehört dir ein Stück des Unternehmens. So weit, so klar. 


Aber was sind Optionen? Bei einer Option erwirbst du kein Eigentum, sondern ein Recht. Nämlich das Recht, einen Basiswert später zu vorher festgelegten Bedingungen zu kaufen oder zu verkaufen. Ob du dieses Recht am Ende nutzt, bleibt dir überlassen, es ist also „optional“. 


Dieser Artikel erläutert u.a. die Bestandteile eines Optionskontrakts sowie die Funktionsweise einer Option und nimmt eine nüchterne Abwägung von Chancen und Risiken vor.

 

 

Was sind Optionen? – Das Wichtigste in Kürze:

💡 Optionen sind Derivate. Ihr Wert leitet sich vom Kurs eines Basiswerts ab, etwa einer Aktie, einem ETF oder einem Index.


💡 Der Käufer erhält ein Recht, aber keine Verpflichtung: Er kann den Basiswert innerhalb eines vorab bestimmten Zeitraums kaufen oder verkaufen, muss es aber nicht.


💡 Call-Optionen verbriefen das Recht zu kaufen, Put-Optionen das Recht zu verkaufen. Für dieses Recht zahlt der Käufer eine Optionsprämie an den Verkäufer.


💡 Beim Kauf einer Option ist der maximal mögliche Verlust auf die gezahlte Prämie begrenzt.


💡 Der Verkäufer einer Option trägt grundsätzlich höhere Risiken, da er im Zweifel verpflichtet ist, die Vertragsbedingungen der Option zu erfüllen.


💡 Der Preis für eine Option, also die zu zahlende Prämie, hängt nicht nur vom aktuellen Kurs des Basiswerts ab, sondern auch von Schwankungsbreite sowie der Restlaufzeit.

Eine Aktie kaufst du, und danach gehört dir ein Stück des Unternehmens. So weit, so klar. 


Aber was sind Optionen? Bei einer Option erwirbst du kein Eigentum, sondern ein Recht. Nämlich das Recht, einen Basiswert später zu vorher festgelegten Bedingungen zu kaufen oder zu verkaufen. Ob du dieses Recht am Ende nutzt, bleibt dir überlassen, es ist also „optional“. 


Dieser Artikel erläutert u.a. die Bestandteile eines Optionskontrakts sowie die Funktionsweise einer Option und nimmt eine nüchterne Abwägung von Chancen und Risiken vor.

 

 

Was sind Optionen? – Das Wichtigste in Kürze:

💡 Optionen sind Derivate. Ihr Wert leitet sich vom Kurs eines Basiswerts ab, etwa einer Aktie, einem ETF oder einem Index.


💡 Der Käufer erhält ein Recht, aber keine Verpflichtung: Er kann den Basiswert innerhalb eines vorab bestimmten Zeitraums kaufen oder verkaufen, muss es aber nicht.


💡 Call-Optionen verbriefen das Recht zu kaufen, Put-Optionen das Recht zu verkaufen. Für dieses Recht zahlt der Käufer eine Optionsprämie an den Verkäufer.


💡 Beim Kauf einer Option ist der maximal mögliche Verlust auf die gezahlte Prämie begrenzt.


💡 Der Verkäufer einer Option trägt grundsätzlich höhere Risiken, da er im Zweifel verpflichtet ist, die Vertragsbedingungen der Option zu erfüllen.


💡 Der Preis für eine Option, also die zu zahlende Prämie, hängt nicht nur vom aktuellen Kurs des Basiswerts ab, sondern auch von Schwankungsbreite sowie der Restlaufzeit.

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Was sind Optionen?

Bevor es um Call, Put und Zahlenbeispiele geht, braucht es ein Fundament. Dieses Kapitel klärt zunächst, was Optionen an der Börse überhaupt sind, zerlegt anschließend einen Kontrakt in seine vier Bestandteile und zeigt zum Schluss, wie sich das bei Aktien konkret darstellt.

Was sind Optionen an der Börse?

Eine Option ist im Kern ein Vertrag zwischen zwei Parteien: dem Optionsgeber, auch Stillhalter genannt, und dem Optionsnehmer. 

Die vertragliche Vereinbarung hält fest, dass der Optionsnehmer einen bestimmten Basiswert innerhalb einer vereinbarten Frist zu einem festgelegten Preis von der Gegenpartei, dem Stillhalter, kaufen oder verkaufen darf. Weil sich der Wert dieses Vertrags vom Kurs des Basiswerts ableitet, zählen Optionen zu den Derivaten.

Als Basiswert kommen Aktien, ETFs, Börsenindizes oder Rohstoffe infrage. Wichtig ist dabei der Unterschied zum Direktinvestment: Mit dem Kauf einer Option wirst du nicht Eigentümer des Basiswerts. 

Ist der Basiswert der Option eine Aktie, bedeutet das konkret, dass du ein zeitlich begrenztes Recht auf ein Handelsgeschäft mit der Aktie erhältst. Aber keinen Anteil am Unternehmen, wie beim direkten Kauf einer Aktie. Dividenden und Stimmrechte sind mit einer Aktienoption auch nicht verbunden.

⚡ Auf den Punkt gebracht
Eine Option verbrieft ein befristetes Recht auf ein Kauf- oder Verkaufsgeschäft, nicht das Eigentum am Basiswert selbst.

 

Welche Bestandteile hat eine Option?

Vier Parameter bestimmen jeden Optionskontrakt:

  1. Basiswert (Underlying): der Wert, auf den sich die Option bezieht, etwa eine bestimmte Aktie oder einen ETF.
  2. Ausübungspreis (Strike): der Preis, zu dem ge- oder verkauft werden darf.
  3. Verfallsdatum: das Ende der Laufzeit der Option, bis zu dem das Kauf- oder Verkaufsrecht ausgeübt werden kann.
  4. Optionsprämie: der Preis, den der Käufer einer Option für dieses Recht zahlt.
💡 Wie diese Bestandteile zusammenwirken, zeigt ein einfaches Beispiel:
Du kaufst eine Call-Option auf eine Aktie mit Strike 100 Euro, einer Laufzeit von sechs Monaten und einer Prämie von fünf Euro je Aktie. 

Damit hast du das Recht, die Aktie bis zum Verfall für 100 Euro zu kaufen, unabhängig vom dann gültigen Marktpreis.  Steht der Kurs zum Vertragsende bei 90 Euro (also unter dem Strike-Preis), lässt du die Option verfallen.

Steht sie bei 120 Euro, hat sie einen „inneren“ Wert von 20 Euro. Nach Abzug der Prämie bliebe dann ein Gewinn von 15 Euro je Aktie.

 

Was genau sind Optionen bei Aktien?

Bei Aktienoptionen stehen sich Käufer und Verkäufer gegenüber. Ihre Rollen unterscheiden sich deutlich:

  • Der Käufer zahlt die Optionsprämie und erhält dafür das Recht, die Aktie zum Strike zu kaufen oder zu verkaufen. 
  • Der Verkäufer (der Stillhalter) streicht die Prämie ein und übernimmt dafür eine Gegenverpflichtung: Übt der Käufer die Option aus, muss er das Geschäft erfüllen.

Ein klassischer US-Aktienoptionskontrakt bezieht sich üblicherweise auf 100 Aktien. Beträgt die Prämie beispielsweise 5 Euro je Aktie, entspricht das 500 Euro je Kontrakt.

Bei XTB lassen sich Optionen aber bereits ab einer Größe von 0,1 Kontrakten handeln, sodass du als Anleger die Prämienkosten genauer steuern kannst. 

💡 Erfahre hier mehr: Optionen bei XTB.


Was ist der Unterschied zwischen Call- und Put-Optionen?

Call und Put sind die beiden Grundformen einer Option, die bei unterschiedlichen Erwartungen zur Entwicklung eines Marktes zum Einsatz kommen.

Ein Call gibt dem Käufer das Recht zu kaufen, ein Put das Recht zu verkaufen. Was das jeweils für Markterwartung und Einsatzzweck bedeutet, klären die nächsten beiden Abschnitte.

Was ist eine Call-Option?

Eine Call-Option verbrieft das Recht, den Basiswert bis zum Verfallsdatum zum vereinbarten Strike zu kaufen. Dafür zahlst du die Prämie, und zwar unabhängig davon, ob du das Recht später nutzt.

Interessant wird ein Call, wenn du steigende Kurse erwartest. Klettert die Aktie über den Strike, kannst du günstiger kaufen, als der Markt es zulässt, oder die Option mit Gewinn weiterverkaufen. Eine Hebelwirkung entsteht dadurch, dass die Prämie nur einen Bruchteil des Kurswerts der Aktien ausmacht.

Ein Beispiel dafür ist die Erwartung eines Kurssprungs nach Quartalszahlen: Statt die Aktie vorab zu kaufen, sichert ein Call das Kaufrecht zu einem erwarteten Preis, und der Kapitaleinsatz beschränkt sich zunächst nur auf die Prämie.

Bewegt sich der Kurs nicht oder fällt er, bleibt das Kaufrecht ungenutzt. Kaufen kannst du die Aktie am Markt dann ohnehin günstiger. Die Option verliert an Wert und läuft im ungünstigsten Fall wertlos aus.

Ein häufiger Denkfehler in diesem Szenario ist: Nicht jeder Kursanstieg bedeutet schon einen Gewinn. Zuerst muss die gezahlte Prämie verdient sein. 

Beispiel: Bei einem Strike von 100 Euro und 5 Euro Prämie liegt der Break-even bei 105 Euro. Zwischen 100 und 105 Euro hat die Option zwar einen inneren Wert, unterm Strich bleibt aber kein Plus. Erst oberhalb von 105 Euro beginnt die Gewinnzone.


Was ist eine Put-Option?

Die Put-Option ist das Spiegelbild zum Call. Sie gibt dem Käufer das Recht, den Basiswert zum Strike zu verkaufen. Fällt der Kurs unter den Strike, gewinnt dieses Recht an Wert, denn du kannst zu einem teureren Preis verkaufen, als am Markt gezahlt wird. Auch hier ist der Break-even zu beachten: Bei Strike 100 Euro und 5 Euro Prämie beginnt die Gewinnzone erst unterhalb von 95 Euro.

Neben der Strategie auf fallende Kurse zu setzen, hat der Put einen zweiten Einsatzbereich als Absicherung durch Hedging: Hältst du eine Aktie bereits im Depot, kannst du mit einem Put einen Mindestverkaufspreis absichern. Fällt der Kurs, gleicht der Wertzuwachs der Option einen Teil des Buchverlusts aus. Steigt der Kurs, verfällt die Option, und es bleibt bei den Kosten der Prämie, vergleichbar mit einem Versicherungsbeitrag.

Beide Einsatzzwecke des Puts unterscheiden sich in der Erwartungshaltung deutlich. Wer auf fallende Kurse setzt, will an der Kursbewegung verdienen und seine Option ausüben. Wer aber absichert, hofft im Gegenteil darauf, den Put nie zu brauchen, und akzeptiert die Prämie als Preis für die Planungssicherheit. Der Kontrakt ist derselbe, die Motivation dahinter nicht.

Das Wichtigste dieses Abschnitts ist hier noch mal als Tabelle zusammengefasst:

Merkmal Call-Option Put-Option
Recht des Käufers Basiswert zum Strike kaufen Basiswert zum Strike verkaufen
Markterwartung Steigende Kurse Fallende Kurse
Break-even am Laufzeitende (Strike: 100€, Prämie: 5€) 105€ 95€
Typischer Einsatzzweck Spekulation auf Kursanstiege mit vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz Spekulation auf Kursrückgänge oder Absicherung bestehender Positionen
Maximaler Verlust des Käufers Gezahlte Prämie Gezahlte Prämie

 


Wie genau funktionieren Optionen?

Nachdem die Begriffe geklärt sind, geht es jetzt um die Praxis: Wie verhalten sich Call und Put, wenn der Kurs steigt, seitwärts läuft oder fällt? Was genau geschieht am Laufzeitende? Und warum bewegt sich der Preis einer Option schon vorher? 

Wie funktionieren Call und Put in der Praxis?

Am konkreten Beispiel erklärt: Angenommen, eine Aktie notiert aktuell bei 100 Euro. Sowohl der Call als auch der Put haben einen Strike von ebenfalls 100 Euro, eine Laufzeit von drei Monaten und kosten jeweils 5 Euro Prämie je Aktie. 

Zur Illustration der Funktionsweise von Call und Put werden drei Szenarien betrachtet (jeweils bei Strike 100 Euro und 5 Euro Prämie): 

  1. Szenario 1: Kurs steigt auf 120 Euro, liegt also über Strike; d.h., die Option ist „im Geld“ (In the Money – ITM)
  2. Szenario 2: Kurs bleibt bei 100 Euro, identisch mit Strike; d.h. Option ist „am Geld“ (At the Money – ATM)
  3. Szenario 3: Kurs fällt auf 85 Euro, liegt unter Strike; d.h., die Option ist „aus dem Geld“ (Out of the Money – OTM)
Szenario Call-Option Put-Option Einordnung
1 Innerer Wert 20€, nach Prämie +15€ je Aktie Wertlos, Verlust 5€ je Aktie Bestes Szenario für den Call-Käufer
2 Kein innerer Wert, Verlust 5€ je Aktie Kein innerer Wert, Verlust 5€ je Aktie Seitwärtsbewegung: für beide Käufer der unangenehmste Fall
3 Verfällt wertlos, Verlust 5€ je Aktie Innerer Wert 15€, nach Prämie +10€ je Aktie Spiegelbild des ersten Szenarios

 

Du siehst also, dass sich das Endergebnis stark unterscheidet, je nachdem, ob du eine Call- oder eine Put-Option hältst, und abhängig davon, ob der Kurs steigt, fällt oder seitwärts läuft.

Und nochmals zur Erinnerung: Falls ein Kontrakt 100 Aktien abbildet, wie häufig üblich, sind alle Beträge entsprechend zu multiplizieren. Aus 5 Euro Prämie je Aktie werden dann 500 Euro Einsatz je Optionskontrakt.

Was passiert, wenn eine Option verfällt?

Am Ende der Laufzeit einer Option gibt es genau drei Wege, und einer davon wird häufig übersehen:

  1. Ausübung der Option: Du nimmst dein Recht wahr und handelst den Basiswert zum Strike.
  2. Verkauf der Option vor Verfall: Das ist in der Praxis der häufigere Fall, weil du dabei den verbliebenen Zeitwert mitnimmst, statt ihn verstreichen zu lassen. 
  3. Verfall der Option: Liegt die Option am Verfallstag aus dem Geld, endet sie wertlos.

In der Praxis ist die Ausübung bei Aktienoptionen seltener, als Einsteiger vermuten. Wer den Basiswert von vorneherein gar nicht besitzen will, schließt die Position lieber vorzeitig und realisiert die Wertdifferenz.

„Wertlos“ bei der dritten Variante heißt dabei nicht etwa, dass du Geld nachschießen musst. Für den Käufer ist der Verlust auf die gezahlte Prämie begrenzt. Bei kurzer Restlaufzeit ist dieser Totalverlust allerdings kein Ausnahmefall, sondern ein realistisch zu erwartendes Ergebnis.

Wie entsteht der Wert einer Option?

Der Preis einer Option setzt sich aus zwei Bausteinen zusammen. 

  1. Der innere Wert ist der Betrag, den eine sofortige Ausübung rechnerisch einbringen würde: beim Call die Differenz zwischen Kurs und Strike, beim Put umgekehrt. Liegt die Option aus dem Geld, ist der innere Wert null.
  2. Der Zeitwert ist der Aufschlag für die noch verbleibende Chance, im Gewinn zu landen. Er hängt vor allem an zwei Größen: der Restlaufzeit und der erwarteten Schwankungsbreite des Basiswerts, der impliziten Volatilität. Je mehr Zeit noch bis zum Verfall bleibt und je stärker der Kurs schwankt, desto teurer die Option.

Zusätzlich wirken Zinsniveau und erwartete Dividenden auf den Preis einer Aktienoption ein. Für den Einstieg reicht es aber, inneren Wert, Zeitwert und Volatilität sauber auseinanderzuhalten.

Ohne zu tief in die Preisbildung von Optionen einzusteigen, folgenden Sachverhalt solltest du dir klar machen: Der Zeitwert schmilzt mit jedem Tag, zum Laufzeitende hin immer schneller. Eine Option kann deshalb an Wert verlieren, obwohl sich der Kurs in die erwartete Richtung bewegt hat, nur eben zu langsam.


Welche Arten von Optionen gibt es?

Die Terminologie rund um den Optionshandel sorgt bei Einsteigern regelmäßig für Verwirrung. Dieses Kapitel ordnet sie ein. 

Amerikanische oder europäische Optionen: Wo liegt der Unterschied?

Hier liegt der Unterschied allein im Ausübungszeitpunkt. Amerikanische Optionen (“American Style”) kannst du grundsätzlich jederzeit während der Laufzeit ausüben, europäische Optionen (“European Style”) erst am Verfallstag. Das gibt der amerikanischen Variante mehr Flexibilität, etwa wenn du Gewinne früher realisieren möchtest.

Die Bezeichnungen haben nichts mit der geografischen Herkunft zu tun. Auf eine europäische Aktie kann es amerikanische Optionen geben – und umgekehrt. 

Bei XTB handelst du amerikanische Optionen auf ausgewählte US-Aktien und ETFs. Sie lassen sich damit jederzeit bis zum Verfallstag ausüben.

Was sind Vanilla Optionen?

Vanilla Optionen sind die Standardausführung: klassische Calls und Puts mit Basiswert, Strike, Laufzeit und Prämie, ohne zusätzliche Bedingungen. Im amerikanischen Sprachraum bedeutet plain vanilla so viel wie „ohne Schnickschnack“. 

Folglich werden Vanilla Optionen von exotischen Optionen abgegrenzt, die weitere Ausstattungsmerkmale mitbringen, etwa Kursschwellen, deren Berührung die Option aktiviert oder verfallen lässt. Alles, was du bisher in diesem Artikel gelesen hast, bezieht sich auf Vanilla Optionen.

⚡ Auf den Punkt gebracht
Vanilla Optionen sind klassische Calls und Puts ohne zusätzliche Sonderbedingungen.


Für Einsteiger sind Vanilla Optionen besonders relevant, da keine zusätzlichen Regeln das Auszahlungsprofil verändern.

Optionen oder Optionsscheine: Was ist der Unterschied?

Im deutschsprachigen Raum werden Optionen und Optionsscheine oft in einem Atemzug genannt, obwohl es dabei um ganz unterschiedliche Finanzinstrumente geht. Deshalb sind Optionen in der englischsprachigen Welt zwar auch Options, aber Optionsscheine sind dort als Warrants bekannt. 

Merkmal Optionen Optionsscheine
Art Standardisierte Kontrakte Vom Emittenten herausgegebene Wertpapiere
Handel Terminbörsen wie Eurex oder CBOE Über den jeweiligen Emittenten bzw. Handelsplatz
Gegenpartei Andere Marktteilnehmer; zentrale Abwicklung/Clearing Emittent
Emittentenrisiko Nein, jedoch besteht ein Marktrisiko Ja
Stückelung Häufig 100 Aktien je Kontrakt Meist kleinere Stückelungen


Welche Chancen und Risiken haben Optionen?

Optionen sind weder Zaubertrank noch Teufelszeug. Sie erweitern Handlungsspielräume und stellen zugleich höhere Anforderungen an Privatanleger als zum Beispiel Aktien. Chancen und Risiken sollten also immer abgewogen werden.

Welche Chancen bieten Optionen?

  • Auf steigende und fallende Kurse setzen: Mit Calls kannst du auf steigende, mit Puts auf fallende Kurse reagieren. Dadurch lassen sich unterschiedliche Markterwartungen abbilden.
  • Bestehende Positionen absichern: Ein Put kann Kursverluste einer Aktie im Depot für einen bestimmten Zeitraum teilweise kompensieren und so zur Absicherung eingesetzt werden.
  • Geringerer Kapitaleinsatz: Für den Kauf einer Option zahlst du die Optionsprämie statt des vollständigen Aktienwerts. Dadurch lässt sich mit vergleichsweise wenig Kapital ein größeres Exposure aufbauen. Allerdings entsteht dadurch zugleich eine Hebelwirkung.

Welche Risiken sollten Anfänger kennen?

  • Totalverlust der Prämie: Entwickelt sich die Option ungünstig, kann sie wertlos verfallen. Für Käufer kann damit die gesamte gezahlte Optionsprämie verloren gehen.
  • Begrenzte Laufzeit: Anders als eine Aktie läuft eine Option zu einem festgelegten Zeitpunkt aus. Auf eine spätere Kurserholung kannst du deshalb nicht unbegrenzt warten.
  • Zeitwertverlust: Mit näher rückendem Verfall verliert eine Option grundsätzlich an Zeitwert – besonders zum Ende der Laufzeit kann dieser Effekt stärker werden.
  • Einfluss der Volatilität: Auch die erwartete Schwankungsbreite beeinflusst den Optionspreis. Eine Option kann daher an Wert verlieren, obwohl sich der Basiswert grundsätzlich in die erwartete Richtung bewegt.
  • Höheres Risiko beim Verkauf: Für Käufer ist der maximale Verlust grundsätzlich auf die gezahlte Prämie begrenzt. Beim Verkauf beziehungsweise Schreiben von Optionen können dagegen deutlich höhere Verluste entstehen.

Für wen sind Optionen geeignet?

Grundsätzlich gilt in der Geldanlage: Man sollte wissen, was man tut, und potenzielle Verluste im Notfall auch verkraften können. Was genau man kauft und verkauft und welche Risiken man eingeht, ist also immer eine individuelle Entscheidung.

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Bevor du mit Optionen handelst, solltest du …

  • verstehen, wie Calls, Puts und der Break-even funktionieren.
  • die Auswirkungen von Laufzeit und Zeitwertverlust kennen.
  • wissen, welchen Einfluss Volatilität auf den Optionspreis hat.
  • die Hebelwirkung und den möglichen Verlust einschätzen können.
  • nur Kapital einsetzen wollen, dessen Verlust du finanziell verkraften kannst.

Was sind Optionen: geeignet oder nicht

Bei XTB kannst du Optionen auf ausgewählte US-Aktien und ETFs bereits ab 0,1 Kontrakten handeln, wodurch sich Positionsgrößen flexibel bestimmen lassen. Beim Kauf einer Option ist der maximale Verlust auf die gezahlte Optionsprämie begrenzt. Eine separate Orderkommission fällt nicht an, die Handelskosten sind bereits im Spread enthalten.

Anders als börsengehandelte Kontrakte werden diese Optionen außerbörslich („Over the Counter“ also OTC-Trading) direkt mit XTB als Gegenpartei abgeschlossen. Die Abwicklung erfolgt per Barausgleich: Statt den zugrunde liegenden Basiswert zu liefern, wird der entsprechende Geldbetrag verrechnet.

Von den bei vielen deutschen Brokern verbreiteten Optionsscheinen unterscheidet sich der Optionshandel bei XTB vor allem darin, dass du Basiswert, Strike und Verfallsdatum selbst festlegst, statt aus fertig ausgestatteten Serien zu wählen.

Wie der Handel praktisch abläuft, zeigt dir der weiterführende Artikel: Optionen handeln einfach erklärt: Grundlagen, Funktionsweise und Einstieg.

 

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FAQ

Eine Option ist ein Vertrag, der dem Käufer gegen Zahlung einer Prämie das Recht gibt, einen Basiswert bis zu einem bestimmten Termin zu einem festen Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Eine Pflicht zur Ausübung besteht nicht.

Im Aktienhandel bezieht sich eine Option auf eine bestimmte Aktie als Basiswert. Sie ermöglicht es, auf deren Kursentwicklung zu setzen oder eine bestehende Position abzusichern, ohne die Aktie selbst zu kaufen und dadurch Anteilseigner zu werden.

Ein Call verbrieft das Recht, den Basiswert zum Strike (der festgelegte Ausführungspreis) zu kaufen, ein Put das Recht, ihn zu verkaufen. Calls kommen bei erwarteten Kursanstiegen zum Einsatz, Puts bei erwarteten Rückgängen oder zur Absicherung.

Mit einer Aktie erwirbst du einen Unternehmensanteil, den du unbegrenzt halten kannst. Eine Option ist ein befristetes Recht, das wertlos werden kann und weder Dividenden noch Stimmrechte umfasst.

Beim Kauf einer Option ist der Verlust auf die gezahlte Prämie begrenzt. Beim Verkauf von Optionen als Stillhalter können die Verluste dagegen deutlich höher ausfallen.

Ja. Liegt die Option am Verfallstag „aus dem Geld“, endet sie ohne Wert, und die gezahlte Prämie ist verloren. Gerade bei kurzen Laufzeiten ist das ein häufiges Ergebnis.

Nein, der Käufer hat ein Recht, keine Pflicht. Er kann ausüben, die Option vorher verkaufen oder sie verfallen lassen. Der Verkauf vor Verfall ist in der Praxis der häufigste Weg.

Der Strike, auch Ausübungspreis genannt, ist der Preis, zu dem der Basiswert ge- oder verkauft werden darf. Er entscheidet mit darüber, ob eine Option einen sogenannten „inneren Wert“ besitzt.

Die Optionsprämie ist der Preis der Option, also der Betrag, den der Käufer an den Verkäufer zahlt. Sie setzt sich aus innerem Wert und Zeitwert zusammen und ist zugleich der maximale Verlust des Käufers.

Optionen sind standardisierte Kontrakte, die typischerweise über Terminbörsen gehandelt werden. Optionsscheine werden von einem Emittenten begeben, der zugleich Gegenpartei ist, woraus sich ein zusätzliches Emittentenrisiko ergibt.

Jens Chrzanowski

Deutschland Chef von XTB

Mit über 25 Jahren Erfahrung in der Finanzwelt gehört Jens Chrzanowski zu den anerkannten Experten im Bereich Wertpapiere, Börse, Kapitalmarkt, CFD und Investment.

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Der Autor kann in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten investiert sein.

Die Autoren der Veröffentlichungen verfassen jene Informationen auf eigenes Risiko. Analysen und Einschätzungen werden nicht in Bezug auf spezifische Anlageziele und Bedürfnisse bestimmter Personen verfasst. Veröffentlichungen von XTB, die bestimmte Situationen an den Finanzmärkten kommentieren sowie allgemeine Aussagen von Mitarbeitern von XTB hinsichtlich der Finanzmärkte, stellen keine Beratung des Kunden durch XTB dar und können auch nicht als solche ausgelegt werden. XTB haftet nicht für Verluste, die direkt oder indirekt durch getroffene Handlungsentscheidungen in Bezug auf die Inhalte der Veröffentlichungen entstanden sind.
Wertentwicklungen von Handelswerten aus der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für Wertentwicklungen in der Zukunft!


Risikohinweis

CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. 77% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge sowie Gewinne aus der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft. Inhalte, Newsletter und Mitteilungen von XTB stellen keine Anlageberatung dar. Die Mitteilungen sind als Werbemitteilung zu verstehen.