Marktkommentar: Fortschritte beim Iran-Abkommen

16. Mai 2018

An der Wall Street hat die Risikobereitschaft gestern etwas abgenommen. Der deutsche Aktienindex performte hierbei deutlich besser, da er am Ende des Handelstages sogar einen kleinen Zuwachs verbuchte. Durch die Fortsetzung der USD-Aufwertung gewinnen die Renditen der 10-jährigen Staatsanleihen wieder an Attraktivität. Gold bricht ein und unterschreitet die psychologisch wichtige Unterstützung von 1.300 USD.

Das Gipfeltreffen zwischen Donald Trump und Kim Jong Un, welches für den 12. Juni in Singapur geplant ist, könnte möglicherweise nicht stattfinden. Zurückgeführt werden kann dies vor allem auf die Forderung der USA an Nordkorea, ihre Atomwaffenaktivitäten einzustellen. Laut dem koreanischen Nachrichtendienst KCNA äußerte sich Kim kritisch gegen die „einseitigen“ Forderungen und stellte klar, dass Nordkorea unter solchen Bedingungen kein Interesse an Gesprächen habe. Ein wichtiges Treffen mit südkoreanischen Regierungsmitgliedern wurde heute bereits abgesagt. Die Hoffnungen auf eine Lösung beim Thema Atomkonflikt scheinen also wieder zu schwinden. Ob sich die Situation weiter zuspitzt oder beide Parteien nächsten Monat zu einer konstruktiven Lösung kommen lässt sich nur schwer einschätzen. Die US-Regierung versicherte aber, dass sie ihren Kurs weiter fortsetzen würde.  

Positivere Nachrichten gibt es beim Iran-Atomabkommen, nachdem es in Brüssel ein Treffen mit dem iranischen Außenminister Sarif gab. Dieser äußerte sich wie folgt: “Wir sind auf dem richtigen Weg und bewegen uns in die richtige Richtung". Das Hauptziel der EU ist es, die Fortsetzung des Abkommens zu sichern. Des Weiteren müssen europäische Unternehmen vor US-Sanktionen geschützt werden. Weitere positive Entwicklungen sind wichtig, um insbesondere Sicherheit im Nahen Osten zu schaffen.

Zum Zeitpunkt des Schreiben notiert der DE30 auf einem Niveau von 12.988 Punkten (+0,12%). Der EURUSD befindet sich unterhalb seines lokalen Tiefs bei 1,1838 (+0,01%) und scheint seine Abwärtsbewegung vorerst fortzusetzen. Durch den starken USD steigen außerdem die Renditen der 10-jährigen Staatsanleihen wieder an (bei 3,07%). Gold bricht ein und unterschreitet die Unterseite der seit Anfang des Jahres ausgebildeten Seitwärtsbewegung. Aktuell liegt der Preis bei 1.294,08 USD.

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