Wirtschaftskalender: Was kommt als nächstes für Öl?

7. Mai 2018

Zusammenfassung:

  • Atomabkommen mit dem Iran diese Woche im Fokus
  • Bank of England könnte die Märkte enttäuschen
  • Reden von Zentralbanken sind für heute geplant

Anfang Mai verzeichneten die Ölpreise ein weiteres Mehrjahreshoch, trotz einer angespannten geopolitischen Situation, die sich negativ auf den Rohstoff auswirken könnte. Diese Woche könnte für den Ölpreis absolut entscheidend sein, da US-Präsident Trump über die Zukunft des Nuklearabkommens mit dem Iran entscheiden wird. An der FX-Front werden die Investoren auf den Zinsentscheid der Bank of England sowie die Inflationsdaten aus den USA warten. Im Hinblick auf auf die makroökonomischen Veröffentlichungen ist der Montag wie üblich relativ ruhig. Für heute sind keine größeren Berichte geplant, weshalb sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf die Währungsbehörden richten dürfte, da zahlreiche Zentralbanker Reden halten werden.
 

Folgende Reden von Zentralbankmitgliedern stehen heute auf der Agenda:

10:00 Uhr | Lane von der BoE
11:30 Uhr | Jochnick von der Riksbank
14:25 Uhr | Bostic von der Fed
20:00 Uhr | Barkin von der Fed
21:00 Uhr | Lane von der BoC
21:30 Uhr | Kaplan von der Fed
21:30 Uhr | Evans von der Fed

 

Auf was sollten Sie diese Woche noch achten?

Nuklearabkommen mit dem Iran (gesamte Woche)
Wie kann man sich über hohe Ölpreise beschweren und dann diese Preise durch sein eigenes Handeln antreiben? Willkommen in der Trump-Welt. Der Hauptgrund für den jüngsten Anstieg der Ölpreise ist die Befürchtung, dass Trump am 12. Mai keine Sanktionen gegen den Iran unterzeichnen wird, was einen ernsten Konflikt im Nahen Osten wiederbeleben und zugleich eine Verknappung beim Öl, insbesondere Brent, verursachen könnte. Fast alle Parteien sind sich einig, dass der Iran seinen Teil des Abkommens erfüllt hat und Trump seinen Teil daher ebenso erfüllen solle. Es sieht jedoch so aus, als ob die Innenpolitik in den USA eine führende Rolle spielen könnte. Ölhändler sollten sich auf eine holprige Woche vorbereiten. Betroffene Märkte: OIL, OIL.WTI.

Zinsentscheid der Bank of England (Donnerstag, 13:00 Uhr)
Vor ein paar Wochen sah alles nach einem Anstieg im Mai aus. Seither hat sich jedoch eine Situation umgekehrt: Niedrigere Inflation, sanftere Konjunkturerhebungen, dovische Aussagen von Gouverneur Carney. All das hat nicht nur die Erwartungen für den Anstieg bei diesem Treffen geschmälert, sondern auch solche Aussichten in den Spätherbst gedrängt. Die Bank wird nicht nur einen Zinsentscheid treffen, sondern auch den vierteljährlichen Inflationsbericht veröffentlichen. Kann der Glauben an das Pfund wiederhergestellt werden? Betroffene Märkte: GBPUSD, EURGBP.

US-Inflationsdaten (Donnerstag, 14:30 Uhr)
Der CPI-Bericht könnte noch wichtiger sein als die letzten Gehaltslisten oder die BIP-Pints. Erinnern wir uns daran, dass die Inflation im März um 2,4% gestiegen ist und es im April eine Menge Gründe für einen weiteren Anstieg gab. Zunächst einmal ist der Basiseffekt niedriger und im April wird der Effekt höherer Ölpreise aufgefangen. Je höher die Inflation, desto größer die Angst vor weiteren Zinserhöhungen. Betroffene Märkte: EURUSD, US500.
 

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Die Ölpreise steigen immer weiter an, unterstützt von den Fundamentaldaten und geopolitischen Spannungen. Während der starken Abwärtsbewegung im Jahr 2014 waren die 77,50 USD eine wichtige Marke, daher könnten sich die Bullen dort neu formieren. Quelle: xStation 5

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