Wirtschaftskalender: DoE-Bericht im Fokus der Anleger

16. Mai 2018

Zusammenfassung:

  • Rückgang der europäischen Inflation zu erwarten
  • US-Immobilienmarktdaten sollten sich weiter verschlechtern
  • Anleger rechnen mit einem Rückgang der Öl-Lagerbestände  

Im Hinblick auf die makroökonomischen Veröffentlichungen sind für den Mittwoch einige interessante Berichte geplant. Am Morgen erhalten wir den endgültigen VPI aus der Eurozone und am Nachmittag werden die neuen Immobilienmarktdaten aus den USA veröffentlicht. Abgesehen davon werden Ölhändler dem wöchentlichen DoE-Bericht zu den Öl-Lagerbeständen große Aufmerksamkeit schenken. Außerdem wurde bereits am Morgen (9:00 Uhr) der monatliche Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) zum Ölmarkt veröffentlicht.

11:00 Uhr | Eurozone, Verbraucherpreisindex (April): Die endgültigen Inflationswerte aus der Eurozone für April. Die vorläufige Einschätzung vom 3. Mai enttäuschte die Anleger, da sie die Schätzung von 1,3% im Jahresvergleich verfehlte und nur 1,2% erreichte. Anzumerken ist, dass die Headline später auf 1,3% im Jahresvergleich revidiert wurde. Bei der Kernrate wurden 0,9% im Jahresvergleich erwartet, am Ende betrug diese jedoch nur 0,7%. Andererseits rechtfertigen solche Daten die “Hold”-Stellung der EZB, da das Preiswachstum weit unter dem Zielwert von 2% liegt. Bei der heutigen Veröffentlichung wird beim VPI ein Rückgang von 1,3% auf 1,2% erwartet, während die Kernrate unverändert bei 0,7% bleiben soll.

14:30 Uhr | USA, Immobilienmarktdaten (April): Angesichts der neuesten Daten zu den Wohnbaubeginnen und Baugenehmigungen befindet sich der US-Immobilienmarkt in einem guten Zustand. Beide Messungen bleiben auf hohen Niveaus. Da höhere Zinsen höhere Kreditkosten bedeuten, könnte der US-Immobilienmarkt von der geldpolitischen Straffung betroffen sein. Die heutigen Zahlen zu Baugenehmigungen und Wohnbaubeginnen könnten einen Einblick geben, ob Bauträger vor einem solchen Szenario Angst haben oder nicht. Es wird erwartet, dass die Baugenehmigungen um 2,1% im Monatsvergleich auf 1,350 Mio. fallen werden. Bei den Wohnaubeginnen wird ein Rückgang auf 0,7% im Monatsvergleich auf 1,310 Mio. prognostiziert.

16.30 Uhr | USA, wöchentlicher DoE-Bericht zu den Öl-Lagerbeständen: Der API-Bericht hat einen signifikanten Lageraufbau von 4,85 Mio. Barrel gegenüber einem erwarteten Rückgang von 1,5 Mio. Barrel gezeigt. Im Gegenzug sind im Tageschart sowohl bei der Ölsorte Brent als auch bei WTI lange obere Schatten zu beobachten. Der API-Bericht hat hier geholfen, die gestrigen Intraday-Gewinne wieder abzugeben. Bei den offiziellen Regierungszahlen wird bei den Öl-Lagerbeständen ein Rückgang von 1,5 Mio. Barrel erwartet. Die Destillatbestände dürften um 1,8 Mio. Barrel und die Benzinbestände um 1 Mio. Barrel zurückgehen.

Folgende Reden von Zentralbankmitgliedern stehen heute auf der Agenda:

- 10:10 Uhr | John von der BoE
- 14:00 Uhr | Präsident Drahgi von der EZB
- 14:30 Uhr | Bostic von der Fed
- 14:30 Uhr | Coeure von der EZB
- 16:30 Uhr | Praet von der EZB
- 18:00 Uhr | John von der SNB
- 18:15 Uhr | Schembri von der BoC
- 23:30 Uhr | Bullard von der Fed

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Trotz der hawkischen Äußerungen der EZB-Mitglieder könnte der EURUSD auf eine mittelfristige Unterstützungszone zurückfallen. Die heutigen Daten könnten hier entscheidende Hinweise liefern. Quelle: xStation 5
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