Marktkommentar: Italien kurz vor Regierungsbildung

14. Mai 2018

Letzte Woche konnten die drei wichtigsten Indizes der Wall Street weitere technische Widerstände überwinden. Somit besteht eine große Chance, dass der langfristige Aufwärtstrend wieder aufgenommen wird. Auch der deutsche Leitindex setzt seinen Erholungskurs fort und profitiert vor allem von einer höheren Risikobereitschaft der Anleger und einem schwächeren EUR. Doch kann diese Entwicklung mit den weiter bestehenden geopolitischen Spannungen anhalten?
 

Für die Europawahl im kommenden Jahr, bei der 751 Sitze des Europäischen Parlaments neu vergeben werden, erhält Martin Schulz als möglicher Kandidat große Zustimmung innerhalb der SPD. Als ehemaliger Präsident des Europäischen Parlaments verfügt er bereits über eine lange Erfahrung und eine gute Vernetzung in der europäischen Politik. Aber auch anderen Kandidaten wie Udo Bullmann oder Luisa Boos könnten in Frage kommen. Die für das Endes des Jahres geplante Europadelegiertenkonferenz wird letztendlich darüber entscheiden. Bis dahin gibt es also noch genügend Spielraum für die Kandidaten, ihre europäischen Vorstellungen und Ideen zu konkretisieren.  
 

In Italien könnte es nun endlich zu einer Regierungsbildung zwischen der 5-Sterne-Partei und der Lega Nord kommen. Einige Themen bleiben allerdings noch ungeklärt. Insbesondere bei der Migration und einer Einheitssteuer sind sich beide Parteien uneinig. Der Chef der 5-Sterne-Partei, Luigi di Maio, äußerte sich gestern wie folgt: "Die Diskussion über den Koalitionsvertrag kommt gut voran. Aber wir schreiben hier Geschichte, also brauchen wir etwas Zeit“. Man geht davon aus, dass der Prozess bereits zum Ende dieser Woche abgeschlossen sein könnte. Trotz der lang anhaltenden Unsicherheiten blieb der italienische Aktienmarkt recht stabil, daher könnte es zukünftig wieder zu größeren Impulsen kommen.

Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert der DE30 bei 13.009 Punkten (0,14%) und der EURUSD bei 1,1955 (+0,06%). Zu Beginn der letzten Woche setzte das Währungspaar seine Abwärtsbewegung zwar fort, doch die Verluste wurden nahezu wieder ausgeglichen. Dem USD gelang es somit nicht, seine Aufwertung weiter auszubauen. Diese Entwicklung hat sich dementsprechend auch beim USD-Index bemerkbar gemacht. Dieser notiert zum Zeitpunkt des Schreibens bei 92,35 Punkten. Doch angesichts des Trendwechsels ist damit zu rechen, dass es sich nur um eine Verschnaufpause handelt. Trotzdem sollten Anleger in kleineren Zeiteinheiten nach Umkehrsignalen Ausschau halten.

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